Brücken schlagen für Kinder e.V.

Der Verein Brücken schlagen für Kinder e.V. wurde im Jahr 2007 anlässlich unserer Charity-Tour mit dem Rad von Bayreuth nach Beirut gegründet. Seither haben wir – das sind Oliver Scheel, Dr. Claudia Stein und Wulf Wilde – gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Partnern Projekte in vielen Ländern finanziert.

Im Mittelpunkt steht die Bekämpfung von Kinderarmut und die Unterstützung beim Zugang zu Bildung und Gesundheit. Wir unterstützen Waisenhäuser in Moldawien und Nordostsyrien, finanzierten Diabetes-Projekte in Ecuador, halfen beim Bau von Schulen in Guinea und finanzierten Medikamente für an Krebs erkrankte Kinder in der Ukraine.

In diesem Jahr liegt unser Fokus auf der Unterstützung des Waisenhauses Alan’s Rainbow in Kobane im kurdischen Teil Syriens. Unsere Arbeit erfolgt zu 100 Prozent ehrenamtlich, dank der schlanken Strukturen unseres Vereins kommt jeder Euro bei den betroffenen Kindern an.

Ihr wollte es genauer wissen? Gerne:

Gegründet wurde der Verein im Jahr 2007. Die beiden freien Journalisten Oliver Scheel und Wulf Wilde, bis heute Kollegen und gute Freunde, hatten schon ein Jahr zuvor die Idee, mit dem Fahrrad von Bayreuth nach Beirut zu fahren. Da aber im Sommer 2006 im Libanon Krieg herrschte, verschoben sie die Fahrt auf das Jahr 2007. Es entstand schnell die Idee einer Charity-Tour. Wir könnten doch jeden gefahrenen Kilometer für einen Euro verkaufen und das Geld einer gemeinnützigen Organisation im Libanon überbringen.

So war das erste Projekt des Vereins geboren. Im November 2007 brachten wir mehr als 6.000 Euro zur Insan School in Beirut, einer Schule, die geflüchtete Kinder und Waisen betreut und ihnen ein Dach über dem Kopf sowie Zugang zu Bildung verschafft. Die Insan Association ist eine Non-Profit-Organisation, die 1998 von Menschenrechtsaktivisten gegründet wurde. https://insanassociation.org/

Da der Verein nun bestand, beschlossen Scheel und Wilde gemeinsam mit der neu in den Vorstand dazugestoßenen Geografin Dr. Claudia Stein weitere Projekte zu fördern – natürlich ehrenamtlich.

2009 unterstützten wir ein Projekt in Ruanda: TUZAMURANE. In der an die DR Kongo grenzenden Region arbeitet das Hilfsprojekt mit behinderten Kindern. Sie erhalten Physiotherapie und die Möglichkeit, in Werkstätten zu arbeiten. In Ruanda sind schwere körperliche Behinderungen nach dem Genozid im Jahr 1994 heute noch weit verbreitet.

Da unsere Tätigkeit rein ehrenamtlich ist und wir Reisekosten niedrig halten mussten, wendeten wir uns 2012 einem Projekt in Europa zu: In Moldawien – dem ärmsten Land dieses Kontinents. Dort unterstützen wir bis heute das Waisenhaus CPC, Centre of Placement of Children, das bis zu 50 Kindern ein Bett, Essen, Freizeitmöglichkeiten und natürlich Schulbildung und Ausbildung gibt. Durch unsere jährlichen Spenden kann das Waisenhaus des Trägers Regina Pacis den Kindern, deren Eltern meist aus ökonomischen Gründen das Land verlassen mussten, so etwas wie Alltag ermöglichen: Sport, ein gemeinsames Wochenende, Spielmöglichkeiten oder neue Kleidung. Die Zusammenarbeit mit dem Waisenhaus in Chisinau funktioniert reibungslos und ist für alle Seiten äußerst dankbar, effizient und unkompliziert.

Darüberhinaus konnten wir gemeinsam mit dem RTL-Spendenmarathon das Diabetes-Projekt FUVIDA in Ecuador finanzieren und unterstützten mehrere Jahre ebenfalls gemeinsam mit dem RTL-Spendenmarathon ein Kinderkrebsprojekt in der Ukraine. Nach der russischen Invasion war es für die gemeinnützige Organisation Tabletochki noch schwieriger, die Kinder in ihrer grausamen Situation zu unterstützen. Krebsmedikamente sind auch in der Ukraine sehr teuer und wir waren froh, dass RTL und unsere Sponsoren uns so großzügig halfen. So ermöglichten unsere Spenden auch die Behandlung der erkrankten Kinder im Ausland.

„La lumière – Das Licht“, so heißt das Schulprojekt, das wir über den Verein „Hilfe für Guinea“ in dem westafrikanischen Land unterstützen.

Die 2014 gegründete Schule ermöglicht obdachlosen, körperbehinderten Kindern, lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Sie eröffnet damit Kindern eine Bildungs- und Zukunftschance, die sie aufgrund fehlender finanzieller Mittel und Barrierefreiheit an öffentlichen Schulen nicht bekommen. Mit Spendengeldern haben wir beim notwendig geworden Bau eines neuen Schulgebäudes für sechs Klassen in Maferinyah,30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Conakry beteiligt Wulf, kannst du einen Satz zu Guinea schreiben?

Unser aktuelles Projekt findet sich in einer von der Welt völlig vergessenen Region: Im kurdischen Teil Syriens. Dort betreibt der Verein „Initiative Hoffnung und Frieden e.V.“ ein Waisenhaus in Kobane/Rojava im kurdischen Teil Syriens. Das Haus ist eine Wohnanlage, die bis zu 100 Kindern Platz bietet. Die Lebensumstände in der von den Kurden selbst verwalteten Region Rojava sind äußerst prekär und es ist sehr schwer, Hilfe zu ermöglichen. Unser Partner, die Initiative Kurdistan, ist ein in Bielefeld ansässiger und weithin anerkannter und gut mit deutschen Behörden vernetzter Verein. Die Vorsitzende Emine Gözen ist aktuelle Trägerin des Bielefelder Integrationspreises. https://www.initiative-kurdistan.org/waisenhaus-kobane/